13.04.2024 - Außerschulischer Lernort: Deutsch-Team im Literaturzentrum Raabe-Haus Braunschweig

Wie kann man eigentlich „Literatur erleben“? Die Seminarfachgruppe Deutsch hat mit viel Begeisterung das Literaturzentrum: Raabe-Haus in Braunschweig als außerschulischen Lernort besucht und ist dieser Frage nachgegangen.

Nach einer kurzen Führung durch das Haus, in dem einst Wilhelm Raabe von 1901 bis zu seinem Tod 1910 seine Werke schrieb, nahm die Fachgruppe an dem Lesekreis des Raabe- Hauses teil. Die Schauspielerin und Lehrerin Susanne Meierhöfer las zwei Texte aus der Reihe „kurz und knapp“ von Judith Herrmann mit der Seminargruppe.

Die deutsche Schriftstellerin Judith Herrmann wurde 2023 mit dem Wilhelm-Raabe-Literaturpreis geehrt und ist bekannt für ihre brillante Erzählweise, die dem Lesekreis viel Raum für Interpretation bot.

Insgesamt führte der Besuch zu einem regen Austausch und zeigt den Referendar*innen nicht nur einen weiteren außerschulischen Lernort in Braunschweig für Lernende, sondern auch, wie viel Freude es macht, wenn man Zeit und Raum für das Lesen von Literatur gibt und sich ein literarisches Gespräch in einer Gruppe entwickeln kann.

02.04.2024 - Deutsch als Zweitsprache? Können wir!

Erfolgreiche Durchführung der Zusatzqualifikation „Deutsch als Zweitsprache (DaZ) an berufsbildenden Schulen unterrichten“ ist eine Bereicherung für Lehrkräfte und Lernende: Diese Erfahrung machten jetzt die Teilnehmenden ganz praktisch im Unterrichtseinsatz und im Studienseminar.

„An berufsbildenden Schulen werden Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichem sprachlichem Hintergrund unterrichtet – somit stellt die sprachliche Unterstützung der Lernenden eine Schlüsselqualifikation für Lehrkräfte dar“, berichtet Fachleiterin Lena Subucz, die dieses Angebot gemeinsam mit Fachleiterin Nina Lefherz erstmalig in dieser Form durchgeführt hat. Im Studienseminar Braunschweig für das Lehramt an berufsbildenden Schulen trägt die Zusatzqualifikation „Deutsch als Zweitsprache (DaZ) an berufsbildenden Schulen unterrichten“ zu einer diversitätssensiblen Lehrkräfteausbildung bei. Denn es wird sowohl Wert auf die Auseinandersetzung mit Grundlagen des DaZ-Unterrichts als auch auf praktische Erfahrungen gelegt. 

„Wir haben mit einer Klasse mit Sprachlerner*innen in der Martha-Fuchs-Schule zusammengearbeitet“, so Lefherz. Die Teilnehmenden erlebten vor allem, wie gewinnbringend es war, in einer Klasse der Berufseinstiegsschule – Sprache und Integration – zu hospitieren, um so die sprachlichen Bedürfnisse der Lernenden zu verstehen und sich daran anknüpfend in der Planung und Durchführung des DaZ-Unterrichts gezielt zu erproben. Nach der Hospitation haben die angehende Lehrkräfte eine Lernsituation gemeinsam entwickelt und durchgeführt: „Die Teilnehmenden und vor allem die Sprachlernklasse waren begeistert!“, so Lefherz und Subucz. Eine Teilnehmende brachte es auf den Punkt: „Die Zusatzqualifikation hat bei mir zu einer Sicherheit im Umgang mit der sprachlichen Vielfalt der Lernenden geführt. Ich fühle mich nun sehr viel besser gerüstet, um meinen DaZ-Unterricht zu gestalten." 

Durch diese praxisnahe Herangehensweise haben sowohl die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst sowie die Lehrkräfte für Fachpraxis wie auch die DaZ-Lernenden profitiert – eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten!

Studienseminar Braunschweig BBS – nicht reden, sondern machen: mit Kopf, Herz und Hand!

- Tag der Ausbildungslehrkräfte 2024 – Hand in Hand für beste Ausbildung

Gemeinsam und im Dialog: Eine regelmäßige Abstimmung zwischen unseren Fachleitungen mit den Ausbildungslehrkräften sowie Mentorinnen und Mentoren unserer Ausbildungsschulen gehört zu unserer Seminarkultur! Unser Motto: Miteinander und abgestimmt – für unsere Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst und für unsere Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger. Von „Wie kann ich meine Referendare bei der Gestaltung von Unterrichtsentwürfen unterstützen“ über „Wie können wir KI noch gezielter in die Unterrichtsplanung einbeziehen“ bis zu „Welche Tools helfen bei der Gestaltung attraktiver Unterrichtsmaterialien“ war der Tag geprägt von spannenden Stationen und Gesprächen.

Das Fazit: Ausverkauftes Haus, zehn angebotene Module, insgesamt bewertet mit 4,8 von 5 Sternen! Wir sagen Danke für einen herzlichen, konstruktiven und gewinnbringenden Austausch im Sinne der bei uns ausgebildeten Lehrkräfte!

Unterrichtsqualität, Unterstützung, Augenhöhe und Transparenz – das haben unsere Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst sowie unsere Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger verdient, so bilden wir in Braunschweig aus: mit Kopf, Herz und Hand!

12.03.2024 - Nachhaltigkeit handlungsorientiert unterrichten – Materialien für den bilingualen Unterricht entwickelt

Nachhaltigkeit erlebbar machen, das ist das Ziel eines europäischen Projektes, das handlungsorientierte Materialien für einen (bilingualen) Unterricht liefert. Im Rahmen des Erasmus+ Projekts „EcoGreen“, an dem die Universitäten Hannover und Wien, berufsbildende Schulen in Finnland und Polen sowie das Studienseminar Braunschweig BBS beteiligt sind, haben alle Partner handlungsorientierte Materialien für den (bilingualen) Unterricht zu verschiedenen Nachhaltigkeitsthemen erarbeitet. Drei Fachleitungen des Studienseminars haben eine Lernsituation mit dem Titel „Ein Nachhaltigkeitskonzept für die Stadt entwickeln“ konzipiert.

Nachhaltigkeit ist ein zentrales Anliegen für Lehrkräfte: „In Schulen wird Bildung für nachhaltige Entwicklung oft auf individueller Ebene betrachtet, wobei Themen wie individueller Konsum, Mobilität und Ernährung im Fokus stehen. Obwohl dies eine bedeutende Perspektive ist, erfordert eine umfassende nachhaltige Bildung auch die Betrachtung der Systemebene, einschließlich Wirtschaftspolitik und Regulierungsstrukturen“, erklärt Claudia Frank, Fachleiterin Wirtschaft und Projektbeteiligte.

Das Ziel dieser Lernsituation ist es, Schülerinnen und Schülern ein alternatives Denken durch eine Weiterbildung in kritischer sozioökonomischer Bildung zu ermöglichen: Wirtschaftssysteme als politische Entscheidungen zu verstehen und durch eigenes Handeln beeinflussen zu können. Insbesondere an berufsbildenden Schulen, wo die Lernenden bereits eng mit Unternehmen verbunden sind, ist eine solche kritische sozioökonomische Bildung unverzichtbar. Dafür bedarf es gut ausgebildeter Lehrkräfte, die das Zusammenspiel von Politik und Wirtschaft im Bereich Nachhaltigkeit so verinnerlicht haben, dass sie zukünftig Lernende in diesem Bereich kompetent unterrichten können.

„Um unsere Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst darauf vorzubereiten, wurde eine Seminargruppe der beruflichen Fachrichtung Wirtschaftswissenschaften in einem Workshop über den Ablauf, die Inhalte und Ziele der oben genannten Lernsituation aufgeklärt“, so Frank, außerdem wurden die angehenden Lehrkräfte mit dem Unterrichtsfach Politik über die Lernsituation informiert. Dass die „Message“ angekommen ist, haben die angehenden Lehrkräfte in der abschließenden Reflektion zum Workshop gezeigt: „Hier wird absolut klar, dass das Thema Nachhaltigkeit im Bildungskontext relevant und hochaktuell ist.“

06.03.2024 - Praxis vor Theorie: Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst erkunden Wirtschafts-Live-Projekte

Für angehende Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst ist das Erlernen neuer Unterrichtskonzepte und -methoden ein zentraler Bestandteil ihrer Ausbildung. Doch was passiert, wenn sie mit einem Konzept konfrontiert werden, von dem sie noch nie zuvor gehört haben? Genau diese Situation erlebten Referendarinnen und Referendare der beruflichen Fachrichtung Wirtschaftswissenschaften, als sie sich mit dem Thema „Wirtschafts-Live-Projekte" auseinandersetzen sollten.

Für viele von ihnen war der Begriff „Wirtschafts-Live-Projekte" noch unbekannt und ließ eine Vielzahl von Fragen offen. Was verbirgt sich hinter diesem Konzept? Wie werden solche Projekte umgesetzt? Und welche Vorteile bieten sie Schülerinnen und Schüler?

Mit dem Ziel, Antworten auf diese und weitere Fragen zu erhalten und mehr über Wirtschafts-Live-Projekte zu erfahren, machten sich die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst mit ihrer Fachleiterin Claudia Frank auf den Weg nach Soltau. Dort bot sich ihnen die Gelegenheit, mit Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern in Kontakt zu treten, die bereits Erfahrungen mit solchen Projekten gesammelt hatten.

An den Messeständen präsentierten die Schülerinnen und Schüler verschiedener berufsbildender Schulen aus ganz Niedersachsen voller Stolz und mit viel Enthusiasmus ihre angebotenen Produkte, Ideen und Dienstleistungen im Rahmen von Wirtschafts-Live-Projekten. Von innovativen Produktideen bis hin zu nachhaltigen Geschäftsmodellen gab es viel zu entdecken: Von leckeren Grünkohlchips und Grünkohlpesto bis hin zu selbst produzierten Seifen oder veganen Kerzen war ein buntes Angebot vorhanden. Doch auch der Aspekt der Nachhaltigkeit kam nicht zu kurz: Die Schülerfirma „Papierkram“ von der BBS Winsen beispielsweise stellt aus Altpapier und alten Schallplatten Notizblöcke und ähnliche Produkte her.

Während des Austauschs mit den Schülerinnen und Schülern sowie den betreuenden Lehrkräften erhielten die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst Einblicke in die Entstehung und Umsetzung der Projekte. Sie diskutierten über Herausforderungen und Erfolge, über Aufgabenverteilung und Projektmanagement und die Integration in den Schulalltag.

Die von den Schülerinnen und Schülern erstellten Imagefilme lieferten zusätzliche Einblicke und vermittelten den Referendarinnen und Referendaren einen lebendigen Eindruck von der Vielfalt und Kreativität der Wirtschafts-Live-Projekte.

Der Besuch hat sich gelohnt - alle waren begeistert von den Einblicken und Ideen: „Am meisten freuen wir uns jetzt darauf, diese Erkenntnisse im Seminar, aber vor allem in der Schule einzubringen!“